Ich hatte die letzten Tage wieder mal viel um die Ohren und war ziemlich unmotiviert, deswegen gab es jetzt seit einer Woche keinen neuen Blogbeitrag! Schrecklich, hätte nicht gedacht, dass ich das hier so schleifen lasse.
Montag habe ich meine Weisheitszähne gezogen bekommen und ich sehe immer noch aus als wie ein Hamster mit Futter in den Backen.
Aber genug der rumheulerei! Ich war heute bei einer Firmenführung der Firma Pepperl+Fuchs in Mannheim. Pepperl+Fuchs kennen, denke ich, die wenigsten. Was der Tatsache geschuldet ist, dass P+F hauptsächlich “b to b” verkauft. Also vom Unternehmen an andere Unternehmen. Wir Endverbraucher sind eindeutig nicht die Zielgruppe.
Mal ein paar Schlagworte zu P+F:
- Zentrale in Mannheim
- 1945 gegründet
- Tätig in der Elektroindustrie, Stelle Interface-Bausteine für explosionsgefährdete Bereiche her, sowie Geräte zur Messung, Steuerung und Überwachung von Füllständen.
- Jahresumsatz: 370 Mio. € weltweit
- ca. 4000 Mitarbeiter weltweit, in Deutschland 1350
- Hat den Induktiven Näherungsschalter erfunden
- 1979: Als eines der ersten Unternehmen in Fernost, Singapur
Soweit so gut. Was habe ich mitgenommen von der Veranstaltung? Hm, eine volle Informationsmappe mit Material zu Praktika, Studiumsabschlussarbeiten, studienbegleitenden Traineeprogramm und natürlich Haufenweise Infomaterial zur Firma und dem riesigen Produktportfolio (ca. 20000 Produkte). Zusätzlich noch zwei Kugelschreiber, einen Block und jeder Menge guter Eindrücke.
Die Veranstaltung ging von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. War also ein langer Tag, mir tun etwas die Füße weh. Empfangen wurden wir – Ein Freund und andere Studenten – in der stylischen Eingangshalle. Weiter ging es in einen der Konferenzräume.
Dort wurden wir dann noch einmal begrüßt und nach einer allgemeinen Vorstellungsrunde (jeder durfte ein wenig über sich erzählen), war es dann auch schon Zeit für den ersten Vortrag: Die Unternehmens und Produktvorstellung. Die Firma teilt sich in 2 Hauptaspekte. Auf der einen Seite die Fabrikautomation und auf der anderen Seite die Prozessautomation. In jedem der Standorte gibt es Fertigung und Entwicklung. Nach dieser Einführung gab es ersteinmal eine Kaffeepause. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Verpflegung erstklassig war.
Anschließend durften wir einem Vortrag zum Thema Global Production beiwohnen, in welchem erläutert wurde, was an den einzelnen Standorten weltweit gefertigt wird und wie sie personell und organisatorisch strukturiert sind.
Im Anschluss daran stand eine Besichtigung der Produktion des Standorts Mannheim, an welchem Induktive- und Kapazitive-, sowie Ultraschall-Sensoren gefertigt werden. Überwältigend dabei sind die beiden SMD-Fertigungsanlagen, welche pro Jahr 12.000.000 Bauteile auf 400.000 Platinen verarbeiten.
Auch die hohen Sicherheitsstandards, sowie die Qualitätssicherung (1-2 Fehlerteile auf 10.000 Produkte) unterstreichen das positive Firmenimage.
Danach wurden wir in der hauseigenen Kantine zum Mittagessen eingeladen. Das Essen war sehr lecker, wenn nicht gar das beste Kantinenessen welches ich bis jetzt gegessen habe. Und ich war schon in einigen. Was ich nicht so gut fand war, dass einige Teilnehmer etwas abseits sitzen mussten.
Das lag an den verfügbaren Plätzen und der Teilnehmerzahl. Hier hätte man sich wünschen können, dass das ganze besser durchdacht würde. So mussten mein Kollege und ich abseits sitzen und hatten keine Gelegenheit am allgemeinen Plausch teilzunehmen.
Anschließend wurde uns die Produktgruppe Feldbustechnik vorgestellt. Ausserdem gewährte man uns einen Einblick in den Arbeitsbereich eines Hardware Entwicklers bei P+F. Sehr interessant, persönlich hätte ich mir allerdings gewünscht mehr über den Softwareentwickler zu erfahren.
Im Anschluss daran statteten wir dem Freigabelabor einen Besuch ab. Hier wird sehr viel Wert auf Qualität und Standards gelegt. Hier werden die Produkte, je nach Anforderung seitens des Kunden, speziell geprüft und zertifiziert.
Zum Schluss durfte dann jeder noch sagen wie ihm der Tag gefallen hat und dann war es das auch schon.
Was bleibt noch zu sagen? Sehr nettes und freundliches Personal, gutes Essen, interessante Firma. Wenn ich jetzt noch ein zwei Worte zur CI von P+F verliere, dringt da eindeutig meine Ausbildung zum Assistenten für Technische Kommunikation durch. Eine sehr schön umgesetzte CI die sowohl intern, als auch nach außen eindeutig kommuniziert wird.
Die Website wirkt aufgeräumt und übersichtlich und ist mit ein paar kleinen Fehlern sehr Webstandards orientiert. Also Layout mit html und CSS. Listennavigation, Skiplinks, Suchfunktion. Optisch ansprechendes und schlichtes Design.
Alles in allem ein sehr schöner Tag, mit vielen neuen Eindrücken und einer sinnvollen Horizonterweiterung.



Soweit nicht anders gekennzeichnet, stehen alle Inhalte auf miyuato.com unter
einer