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Auf die richtigen Fragen gibt es die gewünschten Antworten

Das ist uns zumindest seit den Umfragen von der Deutschen Kinderhilfe und mogis (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren) bekannt. Auch heute gibt es dafür wieder den perfekten Beweis!

Das Familienministerium hat eine Umfrage zum Gesetzesvorhaben zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet (PDF), beim Institut für Demoskopie Allensbach, in Auftrag gegeben. So schockierend die Ergebnisse auch sind, so sind sie doch so wie man es zu erwarten hat, wenn sie von Laien (vorsicht Wortspiel) in Auftrag gegeben wird.

Die Kollegen bei netzpolitik.org haben eine eventuell bessere, klarere Überschrift zum Thema gefunden, die ich euch nicht vorenthalten mag. Markus schreibt über “Familienministerium kauft Allensbach Umfrage“. So traurig das auf den ersten Blick klingen mag – man geht ja eigentlich davon aus, dass solche Umfragen repräsentativ und sinnvoll sind – so klar ist es doch das eine solche Umfrage, von einer, vorsichtig gesagt, parteiischen “Gruppe” nicht der Realität entsprechen kann.

Damit meine ich nicht die Umfrage an sich. Die Zahlen sind sicher “echt”. Aber wenn man sich Ergebnisse mal anschaut, und vor allem die Fragestellungen, Antwortmöglichkeiten, Definition der Zielgruppe (am Lustigsten fand ich die Gruppe der starken Internetnutzer – die einmal am Tag das Internet nutzen) usw.

Markus hat schon ein paar Gedanken dazu ausfomuliert, die ich hier gerne zitiere, weil sie genau das wiederspiegeln was ich mir nach dem studieren der PDF gedacht habe. Frei nach dem Motto,  “Warum das Rad neu erfinden?”

Kurzergebnis: Ältere und schlechter ausgebildete Menschen finden die Zensursula-Pläne gut. Junge und gut ausgebildete Menschen sind kritischer. Das deckt sich ja mit der CDU-Zielgruppe. Man könnte jetzt die Fragestellungen auseinander nehmen und auch die Verpackung der Ergebnisse.
markus@netzpolitik.org

Sicher macht es spaß jetzt die komplette Umfrage zu zerlegen. Da sich Thortsten in seinem Notizblog bereits die Arbeit gemacht hat, wollen wir sie hier auch entsprechend würdigen. Danke Thorsten!

Aber ignorieren wir das. Ignorieren wir auch, dass bei der Umfrage natürlich wieder nur die Blockade von Internetseiten alternativlos vorgestellt wurde und die Gegner des Gesetzesvorstosses mal eben zu “Gegnern von Maßnahmen gegen Kinderpornographie” werden. Ignorieren wir ebenfalls, dass 43 Prozent der Befragten nicht einmal täglich seine E-Mails abruft und alle anderen als “starke Internet-Nutzer” klassifiziert wurden.
thorsten@notes.computernotizen.de

Mir, mir ganz persönlich wird schlecht, wenn ich mir diese “Verdrehung” der Tatsachen ansehe.

Ein anderer Gedanke den ich an dieser Stelle äußern möchte. Nehmen wir einfach mal an, die Umfrage würde die Meinung der Deutschen wiederspiegeln. Dann würde das doch im Umkehrschluss bedeuten, dass die Mehrheit dafür ist, weiterhin Missbrauchte Kinder zur Schau zu Stellen und das Problem lediglich unter den Teppich zu kehren.

Gehen wir einfach mal davon aus und bleiben bei der Unschuldsvermutung, sonst bewegen wir uns ja auf den selben Pfaden wie unsere Bundesregierung. Den, nicht vergessen, Du bist Terrorist!

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Mogis unterstützt Netz-Sperren Kritiker durch Umfrage

Update (20.05.09 16:26)

Zum Thema Umfragen ein lesenswerter Bericht auf heise.de Konträre Umfrageergebnisse zu Kinderporno-Sperren

Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse ebenso von den Medien aufgenommen und in die Politik weiter geleitet werden. Helft dabei und bloggt / twittert darüber!
Zitat: markus@netzpolitik.org

Dann komme ich diesem Appell mal nach! Um was gehts den? Ganz einfach. Mogis – Missbrauchsopfer gegen Internetsperren hat mit Hilfe von Spendengeldern eine Umfrage bei Infratest in Auftrag gegeben. Die Zeit-Online berichtet über die Ergebnisse der Umfrage: Mehr als 90 Prozent gegen Sperrungen im Internet.

Mogis nun ließ Infratest fragen, ob man folgender Aussage zustimme oder sie ablehne: “Der Zugang zu Internetseiten mit Kinderpornographie sollte durch eine Sperre erschwert werden, das reicht aus, auch wenn die Seiten selbst dann noch vorhanden und für jedermann erreichbar sind.” Klingt etwas anders. Suggeriert es doch, dass die Sperren zwar wirksam sein mögen, die Inhalte aber immer noch im Netz sind. Das Ergebnis: Nur fünf Prozent der insgesamt 1000 Befragten sind gegen eine solche Lösung, mehr als 90 Prozent also lehnen Netzsperren ab.[...]Nächste Frage Mogis: “Internetseiten mit Kinderpornographie sollten konsequent gelöscht und die Betreiber strafrechtlich verfolgt werden.” Zustimmende Urteile kamen von 92 Prozent. Bei der etwas anders formulierten Kinderhilfe-Umfrage waren es, siehe unten, nur 84 Prozent. Letzte Frage von Mogis: “Internetseiten mit Kinderpornographie sollten im Internet frei zugänglich sein, es muss jeder selbst wissen, was er sich anschaut.” Ergebnis: Nur zwei Prozent sind für diese völlige Freiheit.

Sehr schön! Ich schließ mich markus an und gebe die Bitte um Verbreitung weiter!

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Eine Zensur findet nicht statt! – zensursula.net ist offline!

Update (19.05 22:30 Uhr)

www.zensursula.net ist wieder online!

Update 2 (20.05 14:14 Uhr)

www.zensursula.net ist leider wieder offline! Hossi veröffentlicht nun ersteinmal in seinem Blog Hossie’s Blog weitere Artikel zu dem Thema Netzsperren.

Aus gegebenem Anlaß möchten wir berichten, dass die Homepage www.zensursula.net offline ist.

Nach eigener Aussage des Betreibers, wurde die Seite offline gestellt, da ihm persönlich und rechtlich gedroht wurde.

traueranzeige_art5
Wie war das doch gleich?

“Eine Zensur findet nicht statt”
Art. 5 GG

Hiermit bitten wir alle Blogger diese Nachricht weiterzuverbreiten!

Offline auf Zensursula-Petition hinweisen

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Lesezeichen I

Es ist Freitag abend, eine weitere anstrengende Woche ist vorbei und es ist Zeit die Lesezeichen zu plündern. Kennt ihr das nicht auch, man surft ein wenig im Internet, schaut die bekannten und unbekannten Blogs durch, findet interessante Beiträge, hat aber keine Zeit sie sofort zu Lesen. Ein Glück, dass jeder moderne Browser Lesezeichen verwalten kann. Nun passiert es mir öfters das ich Artikel speichere und dann doch gänzlich vergesse!

Damit mir das in Zukunft nicht mehr passiert, werde ich jetzt jeden Freitag abend meine Lesezeichen aussortieren und euch daran teilhaben lassen. Klar die Idee ist nicht neu! Aber es besteht immer die Möglichkeit, das Links dabei sind, die man noch nicht kennt. Ausserdem hat das ganze noch einen anderen praktischen Nutzen. Die Links sind Online, auf einem Webserver in einer Datenbank gesichert. So gehen sie mir nicht verloren, falls ich mal wieder vorhabe mein BS abzuschießen.
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Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten

Ich möchte heute auf die Petition “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” hinweisen.

Am Montag hatte bereits markus von www.netzpolitik.org aufgefordert die Petiton zu unterzeichnen.

Und macht mit bei der Petition! Von nichts kommt nichts.

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Internetzensur? Wem das jetzt so noch nichts sagt, dem kann ich folgende Artikel ans Herz legen.

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